| 02.7.10 - 9:13 Von Emil | E-Mail @ Autor |
Drei Trainer für die Mission Klassenerhalt - „Lasst uns die Festung Lindersbach halten"![]() Handball: TS Rodalben startet in die Vorbereitung Die Turnerschaft Rodalben hat das Abenteuer Handball-Pfalzliga in Angriff genommen. Jetzt war Trainingsauftakt zur Mission Klassenerhalt in der Lindersbach. Deutliches Zeichen der größeren Anstrengungen für die höhere Liga sind das neu installierte Trainertrio und eine dritte Trainingseinheit. Aus zwei mach drei lautete das Motto. Christoph Schiel ist der neue Chef-Coach der TSR. Sein Co-Trainer ist Hubert Hubele und als Torwarttrainer fungiert Hubert Muck. Schiel hat seit zwei Jahren als Co- Trainer mitgeholfen, das Ziel Meisterschaft zu erreichen, zusammen mit Peter Spitzer. Da dieser beruflich nicht mehr genügend Zeit hat, nahm Schiel das Heft selbst in die Hand. Der Vollblut-Handballer spielte bis 1996 bei der TSR und „spielte" auf der Bank lebhaft mit.„Er hat ein tolles Konzept vorgelegt und wenn er das so durchführen kann, werden wir wohl die beste Vorbereitung aller Zeiten haben", lobte TSR-Abteilungsleiter Manfred Köllermeyer das Engagement von Schiel. „Ich halte nichts von ellenlangen Programmen, sondern mag es kurz und kompakt", steigt Schiel nach der vierwöchigen Vorbereitung mit Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination erst fünf Wochen vor Rundenbeginn intensiv ein. Zuvor steht eine kurze Pause „die natürlich nicht so wörtlich genommen werden soll", ehe Anfang August der Schlussspurt mit handballspezifischem Training und acht Spielen anzieht. Neben Oberligist SGH St. Ingbert, Saarlandligist VT Zweibrücken II und Altenerding stehen auch die ehemaligen Lokalrivalen Thaleischweiler und Dahn auf dem Plan. Rundenstart ist am zweiten September-Wochenende beim letztjährigen Tabellenachten SG Wernersberg-Annweiler. „Bis dahin sind wir bereit und greifen an", gibt sich Schiel selbstbewusst. Er hat sich kompetente Unterstützung geholt. Neuer Co-Trainer ist Hubert Hubele, ein Handball-Urgestein in der Turnerschaft. 1989 hat er mit dem aktiven Spielen aufgehört und nach einer sechsjährigen Pause seine Trainerkarriere bei der Jugend begonnen. Er betreute die A-Jugend und wird dies auch weiterhin tun. Ebenfalls, nach einigen Trainerausflügen bei anderen Vereinen, ist ein weiteres Urgewächs in die Lindersbach zurückgekehrt. Hubert Muck wird das Torwarttraining leiten. Es gibt keine Aufgabenverteilung, sondern ein gemeinsames Training. Die zweite Mannschaft wird von Patrick Seitz als Spielertrainer betreut und Walter Conrad wird noch auf der Bank coachen. „In den letzten drei Jahren sind die Aufsteiger immer gleich wieder abgestiegen, deshalb wäre der Klassenerhalt ein Erfolg", gibt Schiel die erste Marschroute vor. Er plant nicht kurzfristig, sondern will mittelfristig etwas bewegen. Er will durch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen erster und zweiter Mannschaft und der A-Jugend die jungen Spieler früher mit einbinden und das gleiche Spielsystem aufbauen. Damit wird der Sprung von der Jugend nicht so groß. „Diese Struktur soll der Grundstein sein, uns mittelfristig als feste Größe in der Pfalzliga zu etablieren", unterstützt Schiel die TSR-Maxime, keine Spieler von außen „einzukaufen", sondern auf die eigene Jugend zu bauen. Schiel hat auch keine Angst vor der neuen Liga. Für ihn ist der Sprung nicht so gewaltig. Haben die Rodalber in der Verbandsliga gegen die zweiten Teams von Kuhardt, Albersweiler-Hauenstein-Ranschbach oder Iggelheim gespielt, so sind es jetzt die ersten Mannschaften. „Um in die Spitzenplätze zu kommen, ist es schon ein großer Unterschied, aber gegen das Mittelfeld müsste es reichen", schätzt Schiel die Konkurrenz ein. Klare Anweisungen und klare Vorgaben gab es beim ersten Training. Ganz in Klinsmann-Manier wurden von den Spielern kleine Gewichtsschlitten gezogen für die Schnelligkeit und ein anderer Tross machte Ausdauer-Training. Der neue Cheftrainer spurtete dabei selbst über den Platz, gab da noch eine Anweisung und war schon wieder bei der anderen Truppe. Zwei Neuzugänge sind zu verzeichnen. Der reaktivierte Markus Tretter und Raphael Brunner vom TV Thaleischweiler werden in dieser Runde das TSR-Trikot überziehen. Florian Christ hat seine Handballschuhe in die Ecke gestellt und ist somit der einzige Abgang. Beim Auftakt fehlte Johannes Majer, der sich nach seiner schweren Verletzung in der Rückrunde letzte Woche nun doch einer kleinen Meniskus-Operation unterziehen musste. Seine Genesung macht gute Fortschritte. Er hofft, bald ins Training einsteigen zu können. (kly) Handball-Pfalzliga: TSR-Coach Schiel setzt auf enge Zusammenarbeit mit A-Jugend - Hubele neuer Co-Trainer RODALBEN. Mit einem neuen Co-Trainer und einem neuen Torwarttrainer hat der Meister der Handball-Verbandsliga, die Turnerschaft Rodalben, am Dienstagabend die Vorbereitung auf die kommende Pfalzligasaison begonnen. 22 Spieler scharten sich um Coach Christoph Schiel, dessen bisheriger Trainerpartner Peter Spitzer aus beruflichen Gründen nicht mehr die Zeit findet, um bei einem Pfalzligisten das Training zu leiten. Schiel unterstützen nun als Co-Trainer Hubert Hubele und als Torwarttrainer Hubert Muck, der bei der TSR schon für Spitzentorhüter wie Harald Edrich oder Markus Priester verantwortlich zeichnete. „Ich bin froh, dass Hubert Hubele meiner Bitte entsprochen hat, als Trainer bei uns mitzuarbeiten, denn er ist auch Trainer unserer A-Jugend, und da ist es wichtig, dass die Buben schon jetzt das gleiche Spielsystem spielen wie die erste Mannschaft', betont Schiel. Der 33-Jährige will eine engere Zusammenarbeit mit der in der Oberliga spielenden A-Jugend und der zweiten Mannschaft, die künftig von Patrick Seitz trainiert wird. Junge Spieler sollen früh miteingebunden werden, „damit der Sprung in das Aktivenlager nicht so groß ist". So soll auch ein neues Abwehrverhalten, neben dem erfolgreichen bisherigen, gleichermaßen bei der A-Jugend gespielt werden. Schiel: „Diese neu geschaffene Struktur, gepaart mit unserer Maxime, keine Spieler von außen einzukaufen, soll der Grundstein dafür sein, dass wir uns auch mittelfristig in der Pfalzliga als feste Größe etablieren.' Schiel weiß natürlich auch, dass in den vergangenen drei Jahren jeder Aufsteiger in die Pfalzliga gleich auch wieder der erste Absteiger war. Der TSR-Coach sagt daher: „Aus dieser Tatsache heraus ergibt sich unser kurzfristiges Ziel, der Klassenerhalt." Er setzt daher auf die zuletzt so große Heimstärke. „Die Turnerschaft ist nun seit zwei Spielzeiten in der eigenen Halle ungeschlagen, also lasst uns gemeinsam die Festung Lindersbach halten", schwörte Schiel seine Mannen mit Pathos in der Stimme ein. Als einziger echter Neuzugang stellte sich am Dienstag im Stadion Lindersbach Raphael Brunner vom Verbandsligisten TV Thaleischweiler vor. Markus Tretter, der schon einmal das Trikot der Turner trug, wurde von Schiel reaktiviert. Abgänge hat die Turnerschaft keine zu verzeichnen. Allerdings will Florian Christ kürzertreten und nur noch in der zweiten Mannschaft spielen. Patrick Seitz, der hinter dem von einem Kreuzbandriss genesenen Spielmacher Johannes Matheis keine Chance sah, wird Trainer der zweiten Mannschaft. Der Pfalzligakader Torhüter: Angelo Seelinger, Lukas Seitz Rückraum: Felix Weishaar, Jens Marchetti, Johannes Tretter (halbrechts), Johannes Matheis, Raphael Brunner (Mitte), Johannes Majer, Max Hubele (halblinks) Rechtsaußen: Christian Frank Linksaußen: Kevin Hauck, Markus Tretter Kreis: Fabian Hauck, Florian Bold. (dri) |
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