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"Die Chronik zum Jubiläum 125 Jahre Turnerschaft Rodalben"
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traditionsbewusst und zeitgemäß

Der Verein in seiner 125 - jährigen Geschichte und die Entwicklung zum größten
Sportverein des Landkreises Südwestpfalz

Die Turnerschaft Rodalben widmet diese Chronik ihrem Ehrenvorsitzenden Emil Frank,
der für uns alle völlig unerwartet kurz vor ihrer Fertigstellung verstarb.

Diese Chronik, an der er bis zuletzt gearbeitet hat, ist sein Werk.
In unzähligen Stunden hat er die Beiträge verfasst und zusammengestellt.
In diesem beachtlichen Werk wird die bisherige Entwicklung des Vereins in
den letzten 125 Jahren in attraktiver Form und reich bebildert dargestellt.

Wir danken Emil Frank für dieses letzte großartige Geschenk,
das er seinem Verein gemacht hat.

 Aus Aufzeichnungen von
Friedrich Jung, Hubert Reeber und Alois Becker zusammengestellt von Emil Frank

 

Lied - Turner, auf zum Streite.


 1. Turner, auf zum Streite! Tretet in die Bahn, Kraft und Mut geleite uns zum Sieg hinan! :,: Ja, zu hehrem Ziel führet unser Spiel. :,:

2. Nicht mit fremden Waffen schaffen wir uns Schutz, was uns Ahn erschaffen, ist uns Schutz und Trutz; :,: bleibt Natur uns treu, stehn wir stark und frei. :,:

3. Wie zum Turnerspiele ziehn wir in die Welt; der gelangt zum Ziele, der sich tapfer hält. :,: Männern, stark und wahr, strahlt der Himmel
klar. :,:

4. Auf denn, Turner, ringet, prüft der Sehnen Kraft, doch zuvor umschlinget euch als Brüderschaft! :,: Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit! :.:           A. H. Weismann, 1841
1.Februar 1881 Gründungsversammlung des Turnvereins Rodalben.
Aus dem Protokoll:
“Heute, den ersten Februar 1881, haben sich die nachbezeichneten jungen Leute als 1. Pfundstein Josef -
2. Weber Philipp - 3. Gatting Emil - 4. Mayer Jakob - 5. Dully Josef - 6. Ankner Andreas - 7. Bendel Ferdinand
In dem Vereinslokale, Zimmer links, beim Bierbrauer Bendel versammelt, um einen Turnverein ins Leben zu rufen, beziehungsweise zu gründen. Zweck des Vereins soll sein: Betrieb der deutschen Turnkunst und durch diese
Förderung körperlicher und sittlicher Bilder. Worüber Protokoll”
Die wichtigste Aufgabe des jungen Vereins bestand darin, einen geeigneten Platz zu finden, wo der Turnbetrieb
stattfinden konnte.
Aus dem Protokoll:
“Das Anerbieten des Herrn Bierbrauers Bendel, dem Turnverein für die Sommersaison seinen Garten und im Winter seinen Schuppen als Turnplatz zeitweise unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, wurde einstimmig angenommen,”
Mit Eifer gingen die jungen Leute damals daran, die Grundlagen des Turnens zu erlernen.
Da keine Turngeräte vorhanden waren, beschränkte man sich vorerst auf das Volksturnen (Lauf, Wurf, Sprung und Freiübungen).
Das erste Gerät, ein Barren, wurde von Schreinermeister Josef Abel gebaut.

Über den Turnbetrieb im ersten Jahr finden wir im Protokoll folgenden Jahresbericht an den Pfälzer Turnerbund:

82 aktive Turner über 14 Jahre und 6 Vorturner

Das Jahr 1884 brachte dem Verein das erste Großereignis: Die Fahnenweihe.


Jakob Tretter, der 1888 das Amt des Fahnenträgers übernahm
und mehr als 50 Jahre ausübte.



(Bild aus dem Jahre 1931 mit Vorstand Johann Seiler)


Quelle: Chronik zu 125 Jahre Turnerschaft Rodalben © 03/2007 Wadle E.